Kann man einen Zirbenbaum kochen?

Das hätten wir in der Haubenküche des Restaurants Loystub’n in Bad Kleinkirchheim noch nicht probiert. Aber das Zirbenöl – aus dem Baum gewonnen – ist eine Gaumenfreude. Da bleibt noch eine Frage offen – was macht die Haubenküche damit?

Für alle Nichtbotaniker unter den Lesern, die Zirbe ist ein Nadelbaum, der in den Nockbergen rund um Bad Kleinkirchheim beheimatet ist. Vereinzelt kommt diese Baumart in Deutschland unter dem Namen Zirbel vor und in der Schweiz ist sie unter dem Namen Arbe oder Arve bekannt. Die Zirbe besitzt viele positive Eigenschaften als Holz für Schlafzimmer und Wohnräume. Kulinarisch hat sie sich noch keinen großen Namen gemacht – was wir ändern möchten.

Von Kleinlieferanten der Region wird Baumöl hergestellt. Dieses Pflanzenöl aus den Nockbergen verwenden wir im Haubenrestaurant Loystub’n zum Verfeinern vieler Speisen. Das Loystub’n Küchenteam empfiehlt folgende Einsatzmöglichkeiten.

Marinieren und einlegen

Am Besten verwenden Sie das Zirbenöl zum Marinieren von kalten bzw. eingelegten Pilzgerichten wie z.B. eingelegte Eierschwammerl. Die Zirbe und die Pilze kennen sich schon aus dem Wald und die beiden Geschmacksrichtungen harmonieren perfekt.

Eingelegte Eierschwammerl aus der Haubenküche der Loystubn in Bad Kleinkirchheim

Eingelegte Eierschwammerl aus der Haubenküche der Loystubn in Bad Kleinkirchheim

Salate

Für reine Blattsalate oder Tomaten-Mozzarella (Caprese) wäre das Zirbenöl zu schwer im Geschmack. Aber sobald Sie Pilze in Ihren Salat mischen oder gebratene Entenbrust auf Blattsalate servieren, findet das Zirbenöl den richtigen geschmacklichen Gegenspieler und kann seine spezielle nussige Note ausspielen.

Wildgerichte

Das Küchenteam verwendet das Zirbenöl auch sehr gerne in Wildleberparfaits und bei unserer Damhirschpastete aus dem eigenen Gehege. Der Wildgeschmack – das Wild auch im Wald beheimatet – freut sich auf ein Wiedersehen am Teller mit dem Zirbenölkonzentrat. Alte Bekannte, die sich auf weißem Porzellan wieder treffen und geschmacklich zueinander finden. Zum Braten verwendet der Küchenchef das Zirbenöl nicht, da der Geschmack durch das Braten sich etwas verflüchtigt.

Nach Vorspeise und Hauptgang wartet das Dessert!?!

Richtig gelesen, ja das Dessert – aus dem Baumgold der Zirbe. Sie kennen sicherlich Ölkuchen? Zirbenöl eignet sich hervoragend dazu. Das nussige Aroma gibt dem Ölkuchen einen induviduellen Geschmack.

Freuen Sie sich auf neue Genüsse aus den Kärntner Nockbergen mit regionalen Produkten in unserem Haubenrestaurant Loystub’n in Bad Kleinkirchheim. Gerne können Sie auch das Zirbenöl bei uns verkosten.

Unser Küchenchef bringt Ihnen gerne ein neues Geschmackserlebnis näher.
Unser Serviceteam verwöhnt Sie danach mit einem selbstgemachten Zirbenschnaps. Wir freuen uns auf Ihre Tischreservierung.

PS:
Nicht nur Zirbenöl und regionale Produkte kommen bei uns auf die Teller – der hauseigene Bauernhof der Thermenwelt Hotel Pulverer mit Damwildgehege und eigenem Fischwasser spielt eine Hauptrolle.

Geschrieben von: Karoline

Karoline
Karoline ist Chefreceptionistin der Thermenwelt Hotel Pulverer und schreibt für Sie über Interessantes, Wissenwertes und Tipps rund um Therme und Kulinarik